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Glossar

Vereinte Nationen (VN) = United Nations (UN)
Die internationale Organisation, bestehend aus 195 souveränen Staaten (Stand: 2014), wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet. Ihre Kernanliegen: Frieden und Sicherheit weltweit, internationaler Dialog, sozialer Fortschritt, bessere Lebensbedingungen auf globaler Ebene und die Förderung der Menschenrechte.

UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation)
Sonderorganisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur mit 190 Mitgliedsstaaten (Stand: 2003). Ziel der UNESCO ist es, durch internationale Zusammenarbeit im intellektuellen Bereich zur Förderung des Weltfriedens beizutragen

Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt
(Welterbe-Konvention)

Die Welterbe-Konvention wurde bei der 17. Generalkonferenz der UNESCO 1972 beschlossen. Ziel ist es, jene Kultur- und Naturgüter zu schützen und zu erhalten, die »von außergewöhnlichem universellem Wert« sind, um sie an zukünftige Generationen weitergeben zu können.

Welterbe (World Heritage)
Kulturerbe- und Naturerbe-Stätten, die auf Grund ihres besonderen Wertes für die gesamte Menschheit in die Welterbe-Liste eingetragen werden.

Kulturerbe (Cultural Heritage)
Als Unterkategorie des Welterbes fallen unter diesen Begriff gemäß der Welterbe-Konvention Baudenkmale, architektonische Ensembles und andere kulturelle Stätten.

Naturerbe (Natural Heritage)
Als Unterkategorie des Welterbes fallen unter diesen Begriff gemäß der Welterbe-Konvention Naturgebilde, geologische und physiographische Erscheinungsformen und Naturerbe-Stätten.

Vorläufige Liste (tentative list)
Jeder Staat, der die Welterbe-Konvention unterzeichnet hat, erstellt eine Liste mit Stätten, deren Aufnahme in die Welterbe-Liste er während der kommenden Jahre anstrebt.

Nominierung = Einreichung (Nomination)
Vorgang, bei dem ein Unterzeichnerstaat der Welterbe-Konvention die Aufnahme einer Stätte in die Welterbe-Liste anstrebt; hierfür wird ein spezielles Formular an das Welterbe-Zentrum der UNESCO Paris gesandt.

ICOMOS
Der Internationale Rat für Denkmalpflege (International Council on Museums and Sites) bewertet jene Kulturerbe-Stätten und Kulturlandschaften, die für die Aufnahme in die Welterbe-Liste nominiert werden.

IUCN
Die Internationale Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) bewertet die Naturerbe-Stätten, die für die Aufnahme in die Welterbe-Liste nominiert werden.

Welterbe-Komitee (World Heritage Committee)
Das zwischenstaatliche Komitee besteht aus 21 Mitgliedern und ist verantwortlich für die Umsetzung der Welterbe-Konvention

Welterbe-Zentrum (World Heritage Centre)
Aufgabe des Welterbe-Zentrums ist es, die Entscheidungen des Welterbe-Komitees umzusetzen.

Welterbe-Büro (World Heritage Bureau)
Das Büro besteht aus sieben Mitgliedern des Welterbe-Komitees, die zweimal pro Jahr zusammentreffen, um die Arbeitstreffen des Komitees vorzubereiten.

Welterbe-Liste (World Heritage List)
In die Welterbe-Liste werden Kulturerbe-Stätten, Naturerbe-Stätten sowie »gemischte« Stätten (Kultur und Natur) als aus den Kultuerbe-Stätten entwickelte Kulturlandschaften aufgenommen, denen ein »besonderer universeller Wert« zugeschrieben wird.

Außergewöhnlicher universeller Wert (of Outstanding Universal Value)
Von besonderem Wert für die Menschheit ist eine Stätte, deren Zerstörung einen unersetzlichen Verlust für alle Völker der Erde bedeuten würde.

Welterbe-Fonds (World Heritage Fonds)
Der Fonds speist sowohl aus freiwilligen Spenden als auch aus Pflichtbeiträgen und dient der Erhaltung von Welterbe-Stätten.

Liste des gefährdeten Welterbes Rote Liste (List of World Heritage in Danger)
In diese Liste werden auf Beschluss des Welterbe-Komitees massiv gefährdete Welterbe-Stätten eingetragen, deren Erhaltung nur mit Hilfe internationaler Kooperation erreicht werden kann. 

Deutsche Stiftung Welterbe
Die Hansestädte Stralsund und Wismar haben 2001 die Deutsche Stiftung Welterbe gegründet. Ihr Ziel ist es, zur Erhaltung der Welterbestätten und zur Ausgewogenheit der Welterbeliste beizutragen. Vor allem finanzschwache Staaten sollen dabei unterstützt werden, ihr kulturelles und natürliches Erbe zu schützen und für künftige Generationen zu erhalten. Die Stiftung hat mehrere Partnerschaftsprojekte mit Welterbestätten in Osteuropa und im Balkan aufgebaut. Die Deutsche UNESCO-Kommission ist Mitglied des Kuratoriums der Stiftung.
www.welterbestiftung.de

UNESCO-Welterbestätten Deutschland e. V.
Der UNESCO-Welterbestätten Deutschland e. V. ist ein Zusammenschluss der deutschen Welterbestätten und der jeweiligen touristischen Organisationen. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, den Bekanntheitsgrad der deutschen Welterbestätten zu erhöhen, Denkmalschutz und Tourismus besser zu koordinieren und die Welterbestätten in Frage der touristischen Vermarktung zu beraten. Vertreter der deutschen Welterbestätten treffen sich einmal jährlich zur ihrer Jahrestagung, die der Verein in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission durchführt. Der Verein wurde im September 2001 gegründet. Seine Geschäftsstelle befindet sich in Quedlinburg. Die Deutsche UNESCO-Kommission ist Mitglied des Vereins und in dessen Vorstand vertreten.

Welterbe-Jugendforen (World Heritage Youth Forum)
Bisher fanden neun Welterbe-Jugendforen statt: 1995 in Bergen (Norwegen); 1996 in Dubrovnik (Kroatien) und Victoria Falls (Simbabwe); 1997 in Peking (China; 1998 in Osaka (Japan); 1999 in Ifrane (Marokko); 2000 in Cairns (Australien); 2001 in Lima (Peru) und Karlskrona (Schweden) sowie 2015 in Rheinland-Pfalz statt. Ziel der Treffen ist es, den interkulturellen Austausch zu fördern, das Bewusstsein junger Menschen für die Bedeutung der Welterbe-Konvention zu wecken und sie in die Arbeit zur Erhaltung des Welterbes einzubeziehen.